Mieten verteuern sich weiter, Kaufpreise stagnieren

Die aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verdeutlichen, dass sich der Druck auf den deutschen Mietmarkt weiter verschärft. Besonders in wirtschaftsstarken Ballungsräumen und deren Umland steigen die Wohnkosten deutlich schneller als die allgemeine Inflation. Für viele Haushalte bedeutet das eine zunehmende finanzielle Belastung, da ein immer größerer Teil des Einkommens für Miete aufgewendet werden muss. Gerade Familien, Alleinerziehende und Menschen mit mittleren Einkommen geraten dadurch zunehmend unter Druck.

Auffällig ist, dass nicht nur die klassischen Großstädte betroffen sind, sondern auch deren „Speckgürtel“. Viele Menschen weichen aufgrund der hohen Mieten in den Innenstädten auf umliegende Regionen aus – was dort wiederum die Nachfrage und damit die Mietpreise antreibt. Dieser Effekt sorgt inzwischen deutschlandweit für eine Verknappung bezahlbaren Wohnraums. Gleichzeitig bleibt das Angebot an neuem Wohnraum deutlich hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Hohe Baukosten, gestiegene Finanzierungskosten und strengere energetische Anforderungen bremsen viele Neubauprojekte aus oder machen sie wirtschaftlich unrentabel.

Während die Mieten weiter kräftig steigen, entwickeln sich die Kaufpreise für Immobilien deutlich zurückhaltender. Das hohe Zinsniveau erschwert vielen potenziellen Käufern die Finanzierung, wodurch die Nachfrage nach Wohneigentum gebremst wird. Besonders betroffen sind ältere, energetisch unsanierte Gebäude. Käufer kalkulieren heute deutlich kritischer und berücksichtigen mögliche zukünftige Investitionen in Wärmedämmung, Heiztechnik oder energetische Sanierungen bereits beim Kaufpreis. Dadurch geraten Immobilien mit schlechter Energieeffizienz zunehmend unter Druck und verlieren teilweise erheblich an Wert.

Im Gegenzug profitieren moderne oder energetisch sanierte Objekte weiterhin von stabiler Nachfrage. Energieeffizienz entwickelt sich damit immer stärker zu einem entscheidenden Wertfaktor am Immobilienmarkt. Der frühere Grundsatz „Lage, Lage, Lage“ wird zunehmend ergänzt durch Kriterien wie Energiebilanz, Heizkosten und Nachhaltigkeit..

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